BACK TO EARTH (ABGESAGT)
27. November 2021
Singer Pur – Benefizkonzert für St. Kornelius
10. April 2022

 

21.01.2022
19:30 UHR
INDA GYMNASIUM
10,00 €



... EIN PARFORCE-RITT DURCH DIE HÖHEN UND TIEFEN UNSERES KULTURSBETRIEBS UND DER WEIBLICHEN SEELE



Ohne Frauen gäbe es keine Kultur! Dies beweist Constanze in immer neuen Rollen: Während Gebäudereinigungsfachkraft Jacqueline Wischkowski Kulturen eher unter Joghurtdeckeln sucht, kämpft Operndiva Violetta Soprana an vorderster Front für die Hochkultur – leider jedoch ohne jemals dem richtigen Tenor zu begegnen. Ganz anders Gabriele Uellendahl, die die Kunstwelt kennt wie das Innere ihrer Gucci-Clutch, Roxy, die achtsame Domina, die Peitsche und Kabelbinder gegen Klangschalen und Detox-Ingwertee getauscht hat und Zsófia aus Kiskunfélegyháza, die sich nicht mehr für das Regietheater ausziehen möchte. Doreen aus Dippoldiswalde flüchtet aus dem tristen Alltag des Bauamts ins Mittelalter und Musicaldarstellerin Patsy Jo ertränkt den Frust ihrer vierhundertsiebten Mamma-Mia-Vorstellung in Ouzo.



 

WIRKUNGSVOLLE AUSDRUCKSMOMENTE



Nicht nur, dass Backes immer wieder von den atemlosen Momenten der Liebe singt, man selbst als Hörer bleibt ebenso atemlos zurück angesichts der unglaublich kunstvollen Schattierungen der Sopranistin. Kleinste chromatische Wendungen werden von ihr als wirkungsvolle Ausdrucksmomente genutzt, ohne vordergründig affektiert zu wirken, Steigerungen, so klug gesetzt, dass sie nie als Äußerlichkeit sich aufdrängen, sondern immer sensibel den Gefühlslagen der Musik nachspüren.

 

FELIX JANOSA

WIE ALLES BEGANN ...

Felix Janosa (gb. 1962) ist zu Hause Komponist und auf der Bühne Pianist, Sänger und Kabarettist. Musik begleitet das Allround-Talent schon sein ganzes Leben. Mit zwölf schrieb er seine ersten Kompositionen, später studierte er Schulmusik mit Hauptfach Komposition an der Folkwang Hochschule in Essen. Aber statt dann Musiklehrer zu werden, schlug er zunächst eine Karriere als Musik-Kabarettist ein. Nach Erfolgen beim "Bundeswettbewerb Gesang" in der Sparte "Chanson" (1987 & 1989) reüssierte er mit seinen ersten Soloprogrammen "Tauben vergiften", "Lass das Tier raus aus Dir" und "Doppelstunde" auf renommierten deutschen Kabarett-Bühnen wie dem Mainzer Unterhaus, dem Stuttgarter Renitenz-Theater oder dem Bonner Pantheon.



ERFOLG MIT "RITTER ROST"

Seine zunehmenden Tätigkeiten als Komponist, Produzent und musikpädagogischer Autor unterbrachen seine Live-Karriere. Gemeinsam mit dem Zeichner und Autor Jörg Hilbert rief er Anfang der Neunziger "Ritter Rost" ins Leben: Bis 2017 erschienen im Carlsen Verlag bereits sechzehn multimediale Ritter-Rost-Bände mit Zeichnungen, Text, Noten und CD, die in Millionenhöhe verkauft wurden.

Die musikalische Qualität, welche der "Hochkultur-Punk" Janosa seinen erwachsenen Kabarettfans bietet, wollte er auch deutschen Familien präsentieren - das musikpädagogische Langzeitprojekt "Ritter Rost" bringt deshalb mal Big-Band Jazz, mal Beethoven oder Renaissance-Musik, aber auch Beatles-Nostalgie ins Kinderzimmer.



ZURÜCK AUF DIE BÜHNE

2011 entschied sich Felix Janosa mit dem Programm "In der Hitfabrik" als Live-Performer auf die Bühne zurückzukehren. Er gestaltet seine Programme durchweg mit der eigenen Mischung aus Skurrilität, schwarzem Humor und menschlichem Mitgefühl und findet immer Wege diese mit virtuosen Klavierbegleitungen zu verknüpfen.

Nach der "Hitfabrik" folgten 2014 das Ü50-Programm "Giftschrank - Alles muss raus!" und 2016 "A bit too radical" ein satirischer Streifzug durch 75 Jahre deutsch-amerikanische "Freundschaft" mit Janosas Übersetzungen der genialen Lieder von Tom Lehrer.

www.janosa.de
 

CONSTANZE BACKES

Constanze Backes, geboren in Bochum, studierte in Essen und London. Nominiert von Sir John Eliot Gardiner wurde sie 1993 Preisträgerin des Lady Nixon Award in London und arbeitet seitdem im Bereich Alte Musik.



So gestaltete sie bei den Göttinger Händelfestspielen Bachs Kantate "Jauchzet Gott in allen Landen" unter Nicholas McGegan und sang Bachs h-moll-Messe unter Thomas Hengelbrock in Anwesenheit des Bundespräsidenten im Festspielhaus Baden-Baden. Unter Gardiner spielte sie in Lissabon, Amsterdam, Paris und Parma Opernpartien wie Barbarina, Papagena und Valletto (Poppea) für die Deutsche Grammophon ein und war Mitglied des Monteverdi Choir.

In den letzten Jahren hat sie unter Ludger Rémy Vokalmusik von Friedrich Wilhelm Zachow eingespielt. Auftritte bei den Göttinger Händelfestspielen mit Steffani-Kantaten und Marienvespern in York, Aranjuez, Santiago de Compostela, Rom und Lissabon, außerdem Konzerte für den WDR in Köln und erstmals mit dem Jazz-Trio "Between the Times" beim Festival "Enjoy Jazz" in Heidelberg folgten. 2012 sang sie beim Abschlusskonzert der Regensburger Tage für Alte Musik die Partie der Metilde in der wiederentdeckten Oper "Il Marito indolente" von Joseph Schuster. 2014 wirkte sie bei Peter Neumanns "Solomon"-Interpretation bei den Händelfestspielen Halle mit und hat eine Solo-CD mit Liebesliedern von Monteverdi bis Cole Porter eingespielt.



Zahlreiche Tonträger dokumentieren ihr Wirken. Außerdem arbeitet sie als Übersetzerin (Britten "Turn of the Screw", Staatstheater Darmstadt, Spielzeit 2013/2014). Constanze Backes ist Mutter von vier Kindern, erteilt bei der Wuppertaler Kurrende Kinderstimmbildung, wirkte bei der beliebten "Ritter Rost"- Kinderhörbuchreihe mit und unterrichtet im Rahmen des Düsseldorfer "Singpause"-Projektes an verschiedenen Grundschulen.

www.constanze-backes.de